Prüfungsupdate

Linux Essentials 2.0 ist da

Das Linux Professional Institute hat sein Einstiegszertifikat grundlegend überarbeitet: neue Prüfungsziele mit systemd, SSH und IPv6, aktualisierte Lernmaterialien und eine Übergangsfrist für alle, die sich gerade noch auf Version 1.6 vorbereiten.

Am 15. Oktober 2026 hat das Linux Professional Institute (LPI) Version 2.0 seines Linux-Essentials-Zertifikats veröffentlicht. Es ist ein Major Release: neue Prüfungsziele, überarbeitete Lernmaterialien und eine neue Prüfung. Wenn du dich gerade vorbereitest oder Kurse dazu gibst, lohnt sich ein Blick darauf, welche Version du eigentlich lernst.

Was ist neu?

  • systemd und journald: Dienste mit systemctl starten, stoppen und prüfen, Logs mit journalctl abfragen. syslog fliegt raus.
  • iproute2 statt net-tools: ifconfig, route und netstat gehen in den wohlverdienten Ruhestand. Dafür kommen ip, resolvectl und IPv6 mit SLAAC und DHCPv6 dazu.
  • SSH: Remote-Logins, Dateiübertragung mit scp, Schlüssel mit ssh-keygen und authorized_keys – also das Handwerkszeug für Server und Cloud.
  • Sicherheit im Alltag: Passwortmanager, Multi-Faktor-Authentifizierung, Passkeys, Verschlüsselung und der vernünftige Umgang mit USB-Sticks.
  • Distributionen nach Familien: Debian-basiert, Enterprise Linux (RHEL, AlmaLinux, Rocky Linux und Co.), SUSE-basiert und Alpine Linux, dazu Release-Modelle von LTS bis Rolling Release.
  • Linux überall: Installation auf Hardware, in VMs und in der Cloud, Dual Boot und das Windows Subsystem for Linux.
  • Freie Software und digitale Souveränität: Lizenzen für Software und Inhalte, freie vs. proprietäre Software, digitale Autonomie.
  • Kleinere Updates: find statt locate, grep -E, if-Bedingungen in Shell-Skripten, und die info-Seiten haben ihren Platz geräumt.

Was heißt das für dich?

  • Die neue Prüfung gibt es zunächst auf Englisch. Deutsch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Portugiesisch und Spanisch folgen in den nächsten Monaten.
  • Version 1.6 bleibt in jeder Sprache noch sechs Monate nach Erscheinen der jeweiligen 2.0-Übersetzung verfügbar. Du musst also nicht in Panik verfallen, wenn du gerade mitten in der Vorbereitung steckst.
  • Die neuen Lernmaterialien gibt es kostenlos auf learning.lpi.org, aktuell auf Englisch, Spanisch und Portugiesisch. Weitere Sprachen folgen.

Mehr Infos

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